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Nächstes Turnier
Indian Wells (USA)
WTA $4.500.000
10. - 21. März
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"Julia Görges hat bisher nicht viel Glück bei Grand Slam Turnieren - ihr Hauptfeld-Debüt war gegen Justine Henin in der ersten Runde der US Open 2007, dieses Jahr war es eine ähnliche Geschichte bei den Australian Open (Ana Ivanovic), Wimbledon (Jelena Jankovic) und US Open (Swetlana Kusnezowa). Aber mit drei Halbfinals auf der WTA-Tour und Matchgewinne gegen Aleksandra Wozniak, Virginie Razzano und Sorana Cirstea kann es nur eine Frage von Zeit sein , bis die fast-21-Jährige, neben anderen jungen Deutschen wie Sabine Lisicki und Andrea Petkovic, sich dem Kreis der Gewinner anschließt."

Erzählen Sie uns etwas über Ihre Familie
JG: Mein Vater arbeitet in der Versicherungsbranche und meine Mutter hilft ihm mit, das Büro ist in unserem Haus. Ich habe auch eine 32-jährige Schwester, Maike. Eigentlich ist sie meine Halbschwester, wir sehen auch unterschiedlich aus: Ich bin 1,80 und dunkelhaarig, sie hat blonde Haare und ist etwas kleiner! Wir haben den gleichen Vater. Sie arbeitet auch in der Versicherungsbranche, aber nicht im selben Büro wie unser Vater.

Wie kamen Sie zum Tennis?
JG: Ich fing an zu spielen, als ich fünf Jahre alt war. Meine Eltern brachten mich in einem lokalen Club, wo sie selber Tennis spielten. Als ich älter wurde, schaute ich immer Tennis im TV und war ein echter Fan, es kam zu einem Punkt, wo ich meine Eltern fragte, wie ich Profi werden könnte. Sie haben mich erst die Schule zu Ende bringen lassen, aber natürlich spielte ich schon sehr viele Junioren-Turniere.

Hatten Sie als Kind ein Tennis-Idol?
JG: Martina Hingis. Sie variierte wie keine andere, veränderte häufig den Rhythmus. Sie schlug nicht am schnellsten, aber baute das Spiel sehr intelligent auf. Als sie zurück in die Top 10 kam, dachte ich, das ist wirklich etwas Besonderes.
Und natürlich spielt Roger Federer Tennis wie aus einer anderen Welt.

Was halten Sie von Ihren Stärken?
JG: Meine Auschlag und meine Vorhand helfen mir sehr viel.

Und was brauchen Sie, um besser auf das nächste Level zu gelangen?
JG: Ich muss noch konstanter spielen. Ich kann sehr gute Matches spielen, möchte aber langfristiger auf hohem Niveau spielen. Es ist zum Teil auch der Glaube an das eigene Spiel.

Was ist Ihr schönste Erinnerung?
JG: In Bezug auf die Ort und Emotionen war es mein  erstes Match in Wimbledon 2008. Ich schlug Katarina Srebotnik mit 16-14 im dritten Satz, das Match dauerte 3 Stunden 41 Minuten! Schön war auch, im Doppel mit Vladimira Uhlirova in Portoroz 2009 meinen ersten WTA-Titel zu gewinnen.

Welchen Schlag würden Sie gerne von einem anderen Spieler beherrschen?
JG: Die Rückhand von Jelena Jankovic.

Welches ist Ihr Lieblingsbelag?

JG: Gras.

Lieblings-Turnier oder Stadt?
JG: Die Australian Open. Ich würde gerne ein paar Wochen durch das Land reisen.

Wie gefällt Ihnen am besten auf der Tour?
JG: Ich bin damit in der Lage andere Länder und Kulturen kennen zu lernen, sehe, wie Menschen leben und arbeiten. Ich bin mit meinem Trainer Sascha Nensel unterwegs, aber wenn meine Mutter dabei ist, versuchen wir immer einige Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Spanien und Mexiko sind auf meiner Liste ganz oben. Aber ich bin auch gerne einmal zu Hause. Manchmal ist das Reisen schon anstrengend.

Wenn nicht Tennis ...
JG: Ich glaube wirklich, ich würde gerne am Empfang eines Hotels arbeiten! Als ich klein war, war ich auch immer von Computern und Kassensystemen in Supermärkten fasziniert.

Was machen Sie außerhalb des Tennis?
JG: Ich bin ein Biathlon-Freak. Wenn ich irgendwie geht, verpasse ich keine Minute bei TV-Übertragungen und würde es gerne einmal selbst versuchen. Im vergangenen Jahr hat mein Trainer mir einen Gutschein für drei Stunden Trainingslager zu meinem Geburtstag geschenkt. Aber noch habe ich es nicht geschafft.
Ich mag auch die üblichen Dinge: Ausgehen mit Freunden, Filme sehen, Musik hören von Blue und Rihanna – und ab und zu shoppen gehen.

Was planen Sie jetzt?
Ein paar Tage in Nürnberg mit Tante und Onkel zu verbringen und danach nach Berlin fahren, um Freunde zu besuchen.

Wer sind Ihre besten Freunde auf Tour?
JG: Vor allem die deutschen Spielerinnen. Ich mache aber auch viel mit Patty Schnyder, die ihr Heim in der gleichen Stadt wie ich in Deutschland hat. Sie ist wirklich sehr nett und wir haben zusammen gemeinsam Doppel gespielt.

Was sind Ihre Ziele für das Jahr 2010?
JG: Ich möchte in die Top 50, aber lege den Schwerpunkt nicht zu sehr auf die Platzierung. Ich denke, ich möchte lieber eine gleichmässige und langsame Steigerung.


©2008 Julia Görges